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Gott und wir Drucken
Donnerstag, 23. Mai 2013
Doch du bist gerecht bei allem, was über uns gekommen ist, denn du hast Treue bewiesen; wir aber, wir haben gottlos gehandelt. Nehemia 9,33
Nehemia und die Leviten haben einen langen Rückblick gehalten auf die Geschichte ihres Volkes, eine bewegte Geschichte mit Höhen und Tiefen. Immer wieder hatte das Volk Gottes Handeln und seine große Gnade erlebt. Immer wieder hat es aber auch gesündigt und sich gegen Gottes Gebote und Rechtsbestimmungen gewandt. Die mahnenden Worte der Propheten hatten sie überhört und die Propheten aus dem Weg geräumt. Die Verehrung fremder Götter begann mit dem goldenen Kalb und setzte sich bei den Götzen des Landes Kanaan fort. Die logische Konsequenz eines solchen Verhaltens war Gericht Gottes. Er gab sie ihren Feinden preis und führte sie in die Verbannung aus dem eigenen Land.
Letztendlich hat Gott sich aber immer wieder als der Treue und Barmherzige erwiesen. Er befreite sein Volk aus Notlagen und führte sie ins Land zurück. So kommen die Leviten zu der abschließenden Erkenntnis, dass Gott in seinem Handeln gerecht ist. Bestrafung und Gericht waren notwendig und gerechtfertigt. Dazu kommt die Selbsterkenntnis: Trotz aller Treue Gottes haben wir gottlos gehandelt.
In diesem Vers kommt die ganze Spannung der Beziehung zwischen Gott und den Menschen zum Ausdruck. Auch für unser Leben gilt: Ich bin der Sünder, der wieder und wieder Gottes gute Gebote missachtet und sich gegen seine Autorität auflehnt. Das muss ich eingestehen. Gott ist der Treue und Gerechte, der zu mir steht, mir vergibt, mich annimmt und mich liebt. Dafür sei ihm Dank und Ehre.
vb
Lied: Mir ist Erbarmung widerfahren (GL 165)
Lernvers:
Bibel-SMS: Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, an denen, die auf seine Gnade harren.Psalm 147,11
Bibellese: Apostelgeschichte 3,17-26